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27.02.2005
Heute um 19:30 Uhr habe ich ein kurzes Stück zwischen den Kehlbalken abgeklebt.
Zur besseren Kontrolle habe ich noch den Sender einer Wetterstation mit hinein gelegt.
Ehe ich die PE-Folie zugeklebt habe war die Luftfeuchtigkeit 38 % und die Temperatur bei 3°C .
Nun um 21:00 Uhr ist die Temperatur 0.4°C und die Luftfeuchtigkeit schon 66%.
Mal sehen was das noch wird

    Tag          Zeit     Temperatur   Luftfeuchte

  27.02.05    19:00    +    3°C            38%
                      21:00    + 0,3°C           66%
  28.02.05    19:44    + 1,2°C            93%
  01.03.05    19:50    + 0,1°C            95%
  02.03.05    20:21    + 1,3°C            97%
  03.03.05    21:17    + 2,9°C            96%
  04.03.05    19:55    + 1,4°C            96%
               ( Folie abgerissen)
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28.02.2005
Auf der Wetterstation sieht man deutlich, es ist gleichmäßig 1,2°C, sowohl unter der PE-Folie als auch im übrigen Dachboden. Die Luftfeuchtigkeit hingegen ist unter der PE-Folie auf 93% angestiegen. Unter der PE-Folie ist eine Tröpfchenbildung erkennbar.
Ist das etwa die Restfeuchte der Kehlbalken und der Isolierung ?
Oder eine undichte Dampfsperre ?
Oder ist der Taupunkt erreicht ?
Drei Fragen sind zu klären, wobei ich mir zwecks Taupunkt schon einmal Gedanken gemacht habe. Wer sich dafür interressiert, hier die Erklärung vom Taupunkt :
Der Taupunkt ist jene Temperatur, auf die ein Luftpaket abgekühlt werden muss, damit Kondensation eintritt. Am Taupunkt herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 100%. Der Taupunkt kann beispielsweise aus relativer Feuchte und Temperatur berechnet werden. Beispiel: Relative Feuchte 50%, Temperatur 0°C. Aus folgender Grafik entnehmen wir, dass der Sättigungsdampfdruck bei 0°C, etwa 6.1 hPa beträgt.
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Mit der Formel für die relative Feuchte lässt sich nun der herrschende Dampfdruck e berechnen: Mit E(T) = Sättigungsdampfdruck bei der Temperatur T und r = relative Feuchte in %. Für unser Beispiel erhalten wir einen Dampfdruck von etwa 3 hPa. In der obigen Grafik können wir nun den Taupunkt ablesen, indem wir die 3-hPa-Linie mit der Kurve (Dampfdruck über Wasser) schneiden und die Temperatur an diesem Punkt bestimmen: Etwa -9.5°C. Es gibt auch eine Näherungsformel, um den Taupunkt (in °C) aus dem Dampfdruck e (in hPa) zu berechnen: Ich habe auch einen Taupunktrechner gefunden : Rechner
Nun mache ich also ein paar Test und zwischendurch werde ich auch den IBG-Haus-Spezialisten kommen lassen. Vieleicht ist ja auch nur die Isolierung zu lose reingelegt und jetzt im Winter entsteht dann ebend relativ schnell Tauwasser .
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01.03.2005
Habe heute mal die Kamera unter die OSB-Platten gehalten, die die noch angeschraubt sind. Und wie sollte es anders sein, sehr feucht und leichter Schimmel. Habe gleich noch einen Sender von ner anderen Wetterstation druntergeschoben und werde wohl Regenwolken ernten. Hoffentlich ist die Isolierung noch nicht allzu feucht.
Mein Test ist ja auch "Erwartungsgemäß". Ich glaube nun wird es langsam Zeit meinen zuständigen Bauleiter herzubestellen.
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02.03.2005
Meine zweite Wetterstation zeigt auch schon 96% Luftfeuchtigkeit, allerdings ist die Temperatur 2,3°C höher als bei der anderen Messung.
Nächste Woche kommt mein zuständiger Bauleiter zur Begutachtung.
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03.03.2005
Habe den Test halbwegs beendet und erst mal ein paar Löcher in die Folie gemacht.
Es ist ja deutlich zu sehen wo die Feuchtigkeit herkommt, werde an dieser Stelle einmal die Dampfsperre kontrollieren.
Am Wochenende müssen wir wohl oder übel in den sauren Apfel beissen und so gut es geht alles vom Boden räumen damit die restlichen OSB-Platten frei sind zum abschrauben.
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04.03.2005
Mein Löcher in die Folie gepiekse hatte nichts gebracht, genauso feucht wie gestern.
Habe nun die ganze Folie abgerissen, schön feucht die Isolierung (oberflächlich).
Mit der Hand habe ich mal kurz die Dampfsperre abgetastet aber nichts feststellen können.
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08.03.2005
Leider am Wochenende keine Zeit gehabt den Dachboden komplett leerzuräumen.
Habe heute ein neues Foto von der Tropfsteinhöhle gemacht.
Die Tautropfen sind weg, es ist noch der Schimmel erkennbar.
Allerdings ist es wärmer geworden.
Ein zweites Foto vom hinteren Teil des Dachboden sieht trocken aus.
Bis jetzt haben wir die Hälfte der OSB-Platten hochgenommen bis zur Bodeneinschubtreppe, von der Giebelseite im Westen (Wetterseite) bis zur Hausmitte.
Das zweite Foto ist von der anderen Giebelseite im Osten aufgenommen.
Hmmmmm, was nun --Kältebrücke zur Wetterseite und zur Bodeneinschubtreppe ?
Für mich als Laie doch schwierig zu ermitteln.
Donnerstag kommt mein zuständiger Bauleiter, hoffentlich kann er sich das erklären.


20.03.2005
Leider keine neuen Erkenntnisse.
Mein Bauleiter war am 10.03. hier gewesen.
Er meinte das Problem ist  die Restfeuchte in den Holzbalken und wir haben die OSB-Platten zu früh eingebaut, so das praktisch durch die Verlegung eine zweite Dampfsperre eingebaut wurde und die Feuchtigkeit nicht entweichen konnte.
Allerdings räumte er ein das diese dramatische Feuchte in der Nähe der Bodeneinschubtreppe, des Schornsteins und der Giebelseite auch andere Ursachen haben könnte.
Nun soll der Tischler die Bodeneinschubtreppe wieder ausbauen und die anscheinend nicht vernünftig geklebte Dampfsperre nachbessern, um den Schornstein herum besser isolieren und an der Giebelseite die vermutlich abgerutschte Isolierung nachbessern.
Leider war mein Tischler am vereinbarten Termin verhindert und kommt nun Donnerstag nach Ostern. Habe mit dem Tischler gleich vereinbart die neuen OSB-Platten erst im Juni oder Juli zu verlegen um eine komplette Abtrocknung des Dachbodens zu gewährleisten.
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Bilder TestGeschichte eines Eigenheims !!! IBG-Haus !!!